StepStone Gehaltsreport 2018: So viel verdienen Fachkräfte im Personalwesen

HR-Profis sind weiterhin sehr gefragt. Der Bedarf an Spezialisten in Deutschlands Personalabteilungen ist in den letzten vier Jahren deutlich gestiegen. Laut StepStone Fachkräfteatlas, einem Indikator für die Entwicklung der Fachkräftenachfrage in Deutschland, erhöht sich die Anzahl der Stellenausschreibungen seit 2012 konstant. So wurden 2017 doppelt so viele Stellenausschreibungen für Personaler geschaltet als noch fünf Jahre zuvor.

Verglichen mit dem bereits sehr starken Vorjahren nahm der Bedarf 2017 nochmals um sechs Prozent zu. Ein Grund für diese Entwicklung:  Die Aufstellung der Personalabteilung wird angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Die Entscheider in deutschen Unternehmen haben das erkannt und handeln entsprechend.

Mitarbeiter in Beratung und Entwicklung verdienen am meisten
Laut aktuellem StepStone Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte liegt das Durchschnittsgehalt im Personalwesen aktuell bei 56.830 Euro. Am besten verdienen HR-Fachkräfte in den Bereichen HR-Beratung sowie Entwicklung, Weiterbildung und Training. Zum Vergleich: In beiden Bereichen bekommen Mitarbeiter mit akademischem Abschluss und mehr als 10 Jahren Berufserfahrung im Schnitt ein Gehalt von 76.798 bzw. 70.461 Euro. Fachkräfte, die im Bereich Administration bzw. Lohn und Gehalt tätig sind, erhalten bei gleichen Voraussetzungen mit 62.529 bzw. 51.587 Euro deutlich weniger.

Gehalt steigt langsamer an
Eine weiteres Ergebnis des StepStone Gehaltsreports: Im Personalwesen steigt das Gehalt mit steigender Berufserfahrung nur langsam an. Ein HR-Spezialist mit 6 bis 10 Jahren Berufserfahrung verdient durchschnittlich 37 Prozent mehr als ein Berufseinsteiger – im Vergleich mit anderen Berufsgruppen ein geringer Unterschied. Und: Ein akademischer Abschluss lohnt sich für HR-Profis. So verdienen Akademiker 24 Prozent mehr als ihre Kollegen ohne Studium.

Produzierende Branchen zahlen sich besonders für HR-Fachkräfte aus
Ein Blick auf die Durchschnittsgehälter aller befragten HR-Fachkräfte zeigt: Ginge es Personalexperten allein um ein möglichst hohes Gehalt, sollten sie eine Stelle in Hessen (62.333 Euro), in Baden-Württemberg (59.499 Euro) oder in Bayern (58.332 Euro) antreten – hier werden die höchsten Gehälter gezahlt. Die lukrativsten Arbeitgeber sind Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau (73.813 Euro), Metallindustrie (72.301) und Fahrzeugbau/-zulieferer (66.276 Euro). Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen wie z.B. den Ingenieuren sind die branchenspezifischen Gehaltsunterschiede bei HR-Fachkräften jedoch vergleichsweise gering. Wie in allen Berufsgruppen wirkt sich auch die Unternehmensgröße auf das Gehalt aus: Während das Durchschnittsgehalt bei Angestellten kleiner Unternehmen (< 500 Mitarbeiter) bei rund 51.902 Euro liegt, erhalten Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern rund 61.215 Euro – das sind immerhin rund 18 Prozent mehr.

Weitere Details finden Sie in unserem Stepstone Gehaltsreport 2018 (kostenloser Download).

Über den StepStone Gehaltsreport 2018
Der Gehaltsreport liefert Arbeitnehmern und Arbeitgebern einen umfassenden Überblick über Durchschnittsgehälter in der Bundesrepublik mit detaillierten Daten je nach Branche, Berufsfeld, Berufserfahrung und Unternehmensgröße. Für den Gehaltsreport hat StepStone die Gehaltsdaten von rund 50.000 Fach- und Führungskräfte ausgewertet, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Brutto-Jahresgehälter mit allen variablen Bezügen (Boni, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.). Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden nur Angaben von Arbeitnehmern in Vollzeit berücksichtigt.