Arbeit 4.0 Digitalisierung

Die Wahrnehmung von Arbeit 4.0: Fach- und Führungskräfte im Vergleich

Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, virtuelle Teamarbeit und der Einsatz neuer Kommunikationsmittel – unsere Arbeitswelt hat sich durch die Digitalisierung stark gewandelt.
Wie digital arbeiten wir aber wirklich? Wie erleben Fach- und Führungskräfte diese Veränderungen? Und welche Handlungsempfehlungen ergeben sich daraus für Unternehmen?
Eine neue Studie von StepStone und dem Kienbaum Institut @ ISM hat die Antworten darauf!

Die vollständige Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit

 

Fach- und Führungskräfte erleben ihre Arbeit unterschiedlich

Zu den Facetten von Arbeit 4.0 gehören insbesondere

  • Flexibilität: Inwieweit ist die Arbeitszeit für die Beschäftigten frei einteilbar? Kann im Homeoffice gearbeitet werden? Wie ist die Erreichbarkeit außerhalb des Büros?
  • Entgrenzung: Zu welchem Grad verschmelzen Berufs- und Privatleben miteinander?
  • Digitaler Arbeitsplatz: Zu welchem Ausmaß ist die Erledigung der Aufgaben von digitalen Technologien und neuen Medien abhängig?

Die Studie zeigt, dass Führungskräfte den Einfluss der Digitalisierung auf ihre Arbeit (Arbeit 4.0) höher einschätzen als Fachkräfte. Sie erleben mehr Entgrenzung im Arbeitsalltag, was sich durch die Rollenverantwortung und die damit einhergehende Erreichbarkeit über die Arbeitszeit hinaus erklären lässt. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die größere Flexibilität erklären, die Führungskräften durch ihren entsprechenden Entscheidungsfreiraum zukommt.
Analog hierzu nehmen Fachkräfte ihre Arbeit als weniger entgrenzend und flexibel wahr; den Arbeitsplatz erleben beide Gruppen ähnlich digital.

 

Führungskräfte sind zufriedener

Auch bei den individuellen Leistungsindikatoren zeigen sich Unterschiede zwischen Fach- und Führungskräften. Die Leistungsindikatoren beschreiben das Ausmaß, in dem Personen bereit sind, ihre Leistungsfähigkeit in Form von Arbeit für ein Ziel aufzuwenden.

Zu diesen Indikatoren gehören u.a.:

  • Commitment (der Wille, sich aktiv in der Organisation einzubringen)
  • Arbeitszufriedenheit
  • Innovationsleistung im Team
  • Kündigungsabsicht

Führungskräfte schätzen ihr Commitment, ihre Arbeitszufriedenheit sowie ihre Innovationsfähigkeit höher ein als die Gruppe der Fachkräfte. Es liegt nahe, hier Parallelen zur wahrgenommenen Flexibilität zu ziehen, da anzunehmen ist, dass mehr Freiräume bei der Arbeit mit mehr Zufriedenheit einhergehen. Das höhere Commitment ist möglicherweise damit zu erklären, dass Führungskräfte automatisch stärker in interne Prozesse eingebunden werden und durch ihre Entscheidungsmöglichkeiten aktiver an der Organisationsentwicklung beteiligt sind. Fachkräfte wurden zusätzlich nach ihrer Kündigungsabsicht gefragt; 54 Prozent gaben an, die Organisation verlassen zu wollen.

 

Was bedeutet das für die Arbeitsplatzgestaltung in Organisationen?

Das Ergebnis: Führungskräfte sind also zufriedener, identifizieren sich stärker mit ihrer Arbeit und erleben deutlich mehr Arbeit 4.0 als Fachkräfte.
Was können Unternehmen tun, um bei den Fachkräften die Arbeitszufriedenheit langfristig zu erhöhen?
Auch wenn das Ergebnis der Studie offenlegt, dass Organisationen bereits sehr digitale Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, erleben Fachkräfte weniger Flexibilität als Führungskräfte. Es reicht nicht aus, Mitarbeitern moderne Technologien zur Verfügung zu stellen. Vielmehr sollte der Umgang mit diesen aktiv und bewusst gefördert werden, damit die damit verbundene Flexibilität für jeden Mitarbeiter erlebbar gemacht und die allgemeine Arbeitszufriedenheit gesteigert werden kann.

Die vollständige Studie mit weiteren Handlungsempfehlungen steht hier zum kostenlosen Download bereit

 

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Über die Studie:
In der diesem Beitrag zugrunde liegenden Studie „Die Kunst des Arbeitens in der Digitalen Revolution“ haben StepStone und Kienbaum den Veränderungsgrad von Arbeit im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt untersucht. Für die Studie wurde im ersten Quartal 2018 eine Online-Befragung durchgeführt, an der rund 13.500 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben.

Weitere Studien zum Thema digitaler Wandel:
Kostenloser Download der Studie „Die Kunst des Führens in der digitalen Revolution“