Trend zur Rückkehr in den Osten: Anzahl offener Stellen in neuen Bundesländern teils verdoppelt

Immer mehr Ostdeutsche zieht es zurück in ihre einstige Heimat: Das sagen die Experten des Leibniz-Instituts für Länderkunde. Laut Institut sei in den vergangenen Jahren ein klarer Trend zur Rückkehr in die neuen Bundesländer zu beobachten. Eine Analyse der Online-Jobplattform StepStone zeigt, dass Fachkräfte in den östlichen Bundesländern auf jeden Fall eine deutlich verbesserte Situation auf dem Arbeitsmarkt vorfinden. So hat sich die Anzahl der veröffentlichen Stellenausschreibungen besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in den vergangenen fünf Jahren annähernd verdoppelt. Das sind Ergebnisse des StepStone Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 bundesweit Stellenausschreibungen auf allen relevanten Online- und Print-Plattformen auswertet.

IT-Spezialisten und Ingenieure sind besonders gefragt
Die Nachfrage nach hochqualifizierten Spezialisten ist in den neuen Bundesländern durchschnittlich stärker gestiegen als in Gesamtdeutschland: Während es auf Bundesebene zwischen Juni 2013 und Juni 2018 eine Steigerung an ausgeschriebenen Stellen um rund 74 Prozent gab, verzeichnet Sachsen-Anhalt eine Steigerung um 107 Prozent. Wie in allen anderen Bundesländern sind auch im Osten Deutschlands besonders IT-Spezialisten und Fachkräfte mit technischer Ausbildung gefragt. „Die Digitalisierung hält seit einigen Jahren endgültig in Unternehmen aus den östlichen Bundesländern Einzug. Um die damit verbundenen Veränderungen erfolgreich zu managen, werden händeringend Spezialisten benötigt, die technisches Knowhow mit den Errungenschaften der Informationstechnologie verbinden können“, sagt StepStone Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Diese Nachfrage wird in den kommenden Jahren bundesweit weiter steigen, wovon auch die Wirtschaft im Osten Deutschlands deutlich profitieren wird.“

Bundesland Entwicklung der Stellenausschreibungen von Juni 2013 – Juni 2018
Sachsen +105%
Thüringen +86 %
Brandenburg +103 %
Sachsen-Anhalt +107 %
Mecklenburg-Vorpommern +61 %