Die Traumjob-Formel: Freiheit, Sinn plus Teamgefühl

Egal ob Buchhalter, Ingenieur oder Mitarbeiter in der IT – unabhängig von der Qualifikation wünschen sich Fachkräfte in Deutschland vor allem eins, wenn sie an ihre berufliche Zukunft denken: einen Job, der Spaß macht. Doch was bedeutet das eigentlich? Und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Menschen wirklich zufrieden im Beruf sind? Wir sind diesen Fragen in einer Studie mit 17.000 Fach- und Führungskräften nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem drei Faktoren stimmen müssen, damit aus einem Job ein Traumjob wird: ein gewisses Maß an Freiheit, die Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit sowie ein soziales Umfeld, in dem Fachkräfte sich wohlfühlen.

  1. Freiheit: Zufriedene Mitarbeiter haben Gestaltungsspielraum

Fachkräfte in Deutschland haben das Bedürfnis, der Arbeit ihren persönlichen Stempel aufzudrücken. 92 Prozent der Befragten wollen laut Studie selbstständig Entscheidungen im Job treffen. Ebenfalls neun von zehn wollen Aufgaben auf ihre Art und Weise erledigen. 86 Prozent der Befragten wünschen sich die Freiheit, neue Ideen auszuprobieren. „Die Entscheidung für einen Job ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Menschen“, sagt StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Daher wollen Jobsuchende genau wissen, wie in einem Unternehmen gearbeitet wird. Es geht nicht mehr nur darum, ob sie die richtigen Fähigkeiten für eine Stelle mitbringen. Sie wollen auch wissen, ob Arbeitsweise und Führungskultur in einem Unternehmen zu ihren Vorstellungen passen.“

  1. Sinn: Fachkräfte wollen etwas bewegen

Für die Mehrheit der befragten Fachkräfte ist die Arbeit viel mehr als ein Broterwerb. 62 Prozent finden es wichtig, eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben. Das heißt nicht per se, dass sie mit ihrer Tätigkeit die Welt verbessern wollen – aber die Mehrheit möchte mit ihrer Arbeit einen positiven Effekt für den Unternehmenserfolg erzielen. 83 Prozent wollen zeitnah konkrete Ergebnisse ihrer Arbeit sehen. 71 Prozent legen Wert darauf, dass sie wichtige Projekte übertragen bekommen. „Führungskräfte sollten die Unternehmensziele und deren Bedeutung für die tägliche Arbeit jedes Mitarbeiters offen und verständlich vermitteln“, sagt Dettmers. „Denn Menschen sind nur dann wirklich zufrieden im Job, wenn ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg wertgeschätzt wird. Fachkräfte wollen strategische Weichenstellungen nachvollziehen und deren Umsetzung aktiv mitgestalten.“

  1. Teamgefühl: Es muss menschlich stimmen

Fachkräfte verbringen im Schnitt ein Drittel des Tages bei der Arbeit, hinzu kommt eine durchschnittliche Pendelzeit von einer Stunde. Die Mehrheit verbringt mehr Zeit mit den Kollegen als mit Freunden und Familie. Sich mit den Menschen am Arbeitsplatz zu verstehen, ist daher ein bedeutsamer Faktor für die Jobzufriedenheit: Neun von zehn Befragten legen großen Wert darauf, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die sie mögen. 77 Prozent ist es wichtig, bei der Arbeit auf Unterstützung von ihren Kollegen zählen zu können. Und Fachkräfte wollen sich bei der Arbeit nicht verstellen müssen: 93 Prozent wollen im Job sie selbst sein können. „Die Arbeit bestimmt unser Selbstbild und ist ein wichtiger Treiber der Zufriedenheit in unserem Leben“, sagt Dettmers. „Um herauszufinden, ob ein Job wirklich das Zeug zum Traumjob hat, brauchen Fachkräfte viel mehr als eine Tätigkeitsbeschreibung, wie sie bisher in Stellenanzeigen zu finden ist. Genauso wichtig sind zum Beispiel Angaben zum Miteinander im Unternehmen sowie die Möglichkeit, sich ein Bild von der Unternehmenskultur und künftigen Kollegen machen zu können.“

Das komplette Whitepaper zur Studie veröffentlichen wir in Kürze.

Über den StepStone Arbeitsreport
Welchen Stellenwert nimmt Arbeit im Leben von Fach- und Führungskräften in Deutschland heute ein? Wie gehen Fachkräfte mit dem Wandel der Arbeitswelt um? Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Ergebnisse der vorliegenden StepStone Studie. Für den Arbeitsreport hat StepStone im zweiten Quartal 2018 eine Online-Befragung unter insgesamt rund 17.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland durchgeführt, darunter waren rund 14.000 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und rund 3.000 Führungskräfte.

Über die Studie „Die Kunst des Führens in der digitalen Revolution“
In dieser Studie untersuchen die Managementberatung Kienbaum und die Online-Jobplattform StepStone den Veränderungsgrad von Führung im Zuge der Digitalisierung der Arbeitswelt. Für die Studie haben StepStone und Kienbaum im ersten Quartal 2018 eine Online-Befragung durchgeführt, an der rund 13.500 Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben. Darunter waren rund 3.600 Abteilungs- oder Teamleiter und rund 1.300 Bereichs- oder Geschäftsleiter. Zur Studie: www.stepstone.de/die Kunst des Führens/