StepStone Gehaltsreport 2017: So viel verdienen HR-Mitarbeiter

Klick aufs Bild zum Download des StepStone Gehaltsreports (ab S. 36 Detailanalyse für HR-Berufe)

Vorab: HR-Profis sind gefragt. Der Bedarf an Spezialisten in Deutschlands Personalabteilungen ist in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen. Laut StepStone Fachkräfteatlas, einem Indikator für die Entwicklung der Fachkräftenachfrage in Deutschland, erhöht sich die Anzahl der Stellenausschreibungen seit 2013 konstant. Im April 2016 wurden fast doppelt so viele Stellenausschreibungen für Personaler geschaltet als noch drei Jahre zuvor. Doch wie viel verdienen HR-Experten in den verschiedenen Bereichen eigentlich?

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Verglichen mit dem bereits sehr starken Vorjahr nahm der Bedarf 2016 nochmals um rund 10 Prozent zu. Ein Grund für diese Entwicklung:  Die Aufstellung der Personalabteilung wird angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger für den Unternehmenserfolg. Die Entscheider in deutschen Unternehmen haben das erkannt und handeln entsprechend.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitarbeiter in Beratung und Entwicklung verdienen am meisten

Laut aktuellem StepStone Gehaltsreport für Fach- und Führungskräfte liegt das Durchschnittsgehalt im Personalwesen aktuell bei 55.508 Euro. Am besten verdienen HR-Fachkräfte in den Bereichen HR-Beratung sowie Entwicklung, Weiterbildung und Training. Zum Vergleich: In beiden Bereichen bekommen Mitarbeiter mit akademischem Abschluss und mehr als 10 Jahren Berufserfahrung im Schnitt ein Gehalt von rund 76.400 bzw. 73.400 Euro. Fachkräfte, die im Bereich Administration bzw. Lohn und Gehalt tätig sind, erhalten bei gleichen Voraussetzungen mit 59.200 bzw. 54.700 Euro deutlich weniger.

Gehalt steigt nur langsam

Eine weiteres Ergebnis des StepStone Gehaltsreports: Im Personalwesen steigt das Gehalt mit steigender Berufserfahrung nur langsam an. Ein HR-Spezialist mit 6 bis 10 Jahren Berufserfahrung verdient durchschnittlich 22 Prozent mehr als ein Berufseinsteiger – im Vergleich mit anderen Berufsgruppen ein geringer Unterschied. Und: Ein akademischer Abschluss lohnt sich für HR-Profis. So verdienen Akademiker 26 Prozent mehr als ihre Kollegen ohne Studium.

Branchenspezifische Gehaltsunterschiede vergleichsweise gering

Ein Blick auf die Durchschnittsgehälter aller befragten HR-Fachkräfte zeigt: Ginge es Personalexperten allein um ein möglichst hohes Gehalt, sollten sie eine Stelle in Baden-Württemberg (59.998 Euro), Bremen (59.522 Euro) oder Hessen (58.466 Euro) antreten – hier werden die höchsten Gehälter gezahlt. Die lukrativsten Arbeitgeber sind Unternehmen aus den Bereichen Pharmaindustrie (72.231 Euro) und Banken (71.700 Euro). Im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen wie z.B. den Ingenieuren sind die branchenspezifischen Gehaltsunterschiede bei HR-Fachkräften jedoch vergleichsweise gering. Wie in allen Berufsgruppen wirkt sich auch die Unternehmensgröße auf das Gehalt aus: Während das Durchschnittsgehalt bei Angestellten kleiner Unternehmen (< 500 Mitarbeiter) bei rund 50.500 Euro liegt, erhalten Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern rund 60.700 Euro – das sind immerhin rund 18 Prozent mehr.

Weitere Details finden Sie in unserem StepStone Gehaltsreport (kostenloser Download).

Über den StepStone Gehaltsreport 2017
Der Gehaltsreport liefert Arbeitnehmern und Arbeitgebern einen umfassenden Überblick über Durchschnittsgehälter in der Bundesrepublik mit detaillierten Daten je nach Branche, Berufsfeld, Berufserfahrung und Unternehmensgröße. Für den Gehaltsreport hat StepStone die Gehaltsdaten von rund 60.000 Fach- und Führungskräfte ausgewertet, die an einer Online-Befragung teilgenommen haben. Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter mit allen variablen Bezügen (Boni, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.). Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden nur Angaben von Arbeitnehmern in Vollzeit berücksichtigt. Für den StepStone Gehaltsreport 2017 hat StepStone sowohl das Erhebungsverfahren als auch die Auswertungsmethodik der Studie weiter entwickelt und verfeinert. Daher sind die Ergebnisse des StepStone Gehaltsreports 2017 nicht unmittelbar mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Bildquelle: StepStone

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2 thoughts on “StepStone Gehaltsreport 2017: So viel verdienen HR-Mitarbeiter

  1. Gefrustet

    1. „Vorab: HR-Profis sind gefragt.“ – Wo denn bitte?
    2. 31.611 Euro ist laut der Grafik der niedrigste Jahreslohn. Entspricht ca. 2.600,- Euro pro Monat. Ja, HR-Profis sind gefragt für ungefähr 10,50 Euro in Zeitarbeit. Das sind gerade mal ca. 1.800,- Euro pro Monat und knapp 22.000 Euro pro Jahr.

    Das sind zumindest die Erfahrungen, die ich seit ca. 2 Jahren mache. Ich bekam zwar auch schon zu hören, dass z. B. Personalsachbearbeiter mit Erfahrung in der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, mit Englischkenntnissen und Erfahrung im Umgang mit SAP „immer wieder mal gefragt sind“ (was alles auf mich zutrifft), aber Angebote kommen zum Großteil nur von Zeitarbeitsfirmen mit oben erwähnten Gehalt. Nun mach ich neben meinem Job und Familie eine Weiterbildung und hoffe, nach Beendigung des Fernstudiums wenigstens eine Stelle im Personalwesen zu bekommen, da fast 10 Jahre Berufserfahrung im Personalbüro offenbar nicht ausreichen, um eine Stelle zu finden. Aber leider bin ich keine 25 mehr und habe dazu, wie erwähnt, ein kleines Kind. Oder ich muss wirklich in Erwägung ziehen, in die im Artikel genannten Bundesländer BaWü oder Hessen ziehen.

    Ja, ja, ich höre sie jetzt schon, die dummen Kommentare, die mir sagen werden, ‚du bist selbst dran schuld, dass du keinen Job (im Personalbereich) bekommst, denn mit deinen Voraussetzungen müsste es ja eigentlich klappen, dann stimmt irgendwas anderes nicht mit dir…‘ blah, blah. Also bitte erspart mir das.

    Nun, da ich momentan in Lohn und Brot bin (sehr gut bezahlt sogar), nur halt in einem Bereich, der mir nicht liegt und keinen Spaß macht (meinen Job im Personal verlor ich nach der Elternzeit…), werde ich erst einmal in aller Ruhe mein Fernstudium beenden und hoffe, dass es danach klappt.

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    1. Aus Sicht einer HR Managerin

      Ich bin Personalleiterin und stelle Leute ein. Wenn ich eine Personalreferentenstelle ausschreibe, bekomme ich gut und gerne mal 60 Bewerbungen. Für eine Stelle. Wenn ich einen Ingenieursstelle ausschreibe, bekomme ich mit etwas Glück 20 Bewerbungen.
      Von den 60 Bewerbern für Personal sind gut 50% tatsächlich qualifiziert und entsprechen dem Profil. Von den 20 für den Ingenieur mit etwas Glück vielleicht 5.
      Was ich damit sagen will: nach wie vor gibt es viele Menschen, die sich für Personal interessieren. Es ist ja auch ein toller Beruf. Es gibt aber einfach wenige Stellen im vergleich zum „Angebot“ an qualifizierten Bewerbern. ich selbst habe mich vor drei Jahren verändert und mit 30 Jahren Berufserfahrung trotz ein bisschen gesucht, bevor der passende Job dann gefunden war. Ich habe oft mit den Betrieben telefoniert und um Gründe auch Absagen gebeten. Und viele sehr schöne Gespräche geführt. Es ist eben manchmal genau ein Quentchen Unterschied zwischen zwei oder drei Bewerbern, das dann den Ausschlag gibt.
      Ich drücke die Daumen und empfehle Optimismus und Geduld.

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