Organisationen der Zukunft: Mehr Innovationen dank flacher Hierarchien

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Über die moderne Unternehmens- und Mitarbeiterführung in der Arbeitswelt von morgen wird viel diskutiert: Wie sehen sie aus, die modernen Organisationsstrukturen? Ein von Mitarbeitern auf Zeit gewählter CEO ist eines der eher radikalen Leadership-Modelle.

 

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Deutlich etablierter ist in vielen Unternehmen hingegen das Modell der transformationalen Führung. Wie das Wort schon sagt, transformiert eine Führungskraft dabei langfristige und klar definierte Ziele an die Mitarbeiter. Diese klare Kommunikation soll die Leistung der Mitarbeiter deutlich steigern. Viele Unternehmen fragen sich also: Wie groß ist der Einfluss von Hierarchie und Organisation eines Unternehmens auf seinen Erfolg? Die Online-Jobplattform StepStone und die Personal- und Managementberatung Kienbaum haben diese Frage in einer gemeinsamen Studie genauer untersucht. Ihre klare Antwort: Der Einfluss ist groß.

Insgesamt 14.000 Fach- und Führungskräfte wurden dazu befragt. Das Ergebnis: Unternehmen mit flachen Hierarchien sind innovativer. 61 Prozent der Firmen, die mit wenigen Hierarchiestufen auskommen, bringen aus Sicht ihrer Mitarbeiter besonders gut neue Ideen hervor. Im Gegensatz dazu wird nur ein Drittel der Unternehmen, die stark hierarchisch organisiert sind, von seinen Mitarbeitern als besonders innovativ eingeschätzt.

Ideen der Mitarbeiter oftmals nicht erwünscht

Die Pyramide hat also ausgedient? Jein. Denn noch sind hierarchisch organisierte und dadurch eher wenig innovative Firmen klar in der Mehrheit: 74 Prozent aller Fachkräfte und 68 Prozent der Führungskräfte arbeiten in einem eher oder stark hierarchischen Unternehmen. Auch das Verhalten der Unternehmensführung spielt eine entscheidende Rolle: Immerhin 18 Prozent haben das Gefühl, dass die Ideen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter bei der Unternehmensführung nicht erwünscht seien. „In der Fläche scheint es an einem systematischen Prozess zur Verwertung von Ideen zu fehlen. Im Ergebnis heißt das: In vielen Unternehmen mangelt es an Innovationen – gerade angesichts immer kürzerer, teils disruptiver Innovationszyklen eine bedenkliche Diagnose“, sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone.

Mehrlinien-System sorgt für unzufriedene Mitarbeiter

Die Innovation und der Erfolg eines Unternehmens sind die eine Seite, die Zufriedenheit der Mitarbeiter die andere. So kommt die Studie von Kienbaum und StepStone zu dem Ergebnis, dass Angestellte, die in einem Mehrlinien-Führungssystem arbeiten, am unzufriedensten sind. Die zufriedensten Mitarbeiter sind demnach diejenigen, die ausschließlich die Unternehmensgeschäftsführung als Vorgesetzte haben. „Mitarbeiter und Teams, die vorrangig durch die Unternehmensgeschäftsführung geführt werden, können sehr selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten“, sagt StepStone-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers. „Das steigert die Motivation, sich stark für das Unternehmen zu engagieren und kreativ zu sein.“

Über die Studie „Organigramm deutscher Unternehmen“

Im Winter 2016 haben die Online-Jobplattform StepStone und die Personal- & Managementberatung Kienbaum eine Gemeinschaftsstudie zu Stand und Perspektive der Hierarchie und Organisation von Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 14.317 Personen befragt, davon circa 50 Prozent Fachkräfte, 40 Prozent Führungskräfte und 10 Prozent Mitarbeiter in sonstigen Positionen wie etwa Werkstudenten.

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