StepStone beim Digital Leadership Summit 2017

Letzte Woche ging der zweite Digital Leadership Summit über die Bühne: 200 Entscheider und Experten aus allen Industrien und Unternehmensgrößen kamen in der Kölner Trinitatiskirche zusammen, um Auswirkungen der Digitalisierung in Bezug auf neue Führungs- und Arbeitskonzepte zu diskutieren.  Hier unsere persönliche Zusammenfassung.

So sah das Programm des Digital Leader Summit 2017 aus:

  1. #DigitalCulture – neue Konzepte zur Organisationsentwicklung
  2. #DigitalLeadership – neue Konzepte zur Führung
  3. #DigitalPeoplemanagement – neue Konzepte zum HR-Management

Zum Thema Organisationsentwicklung sprach u.a. Prof. Dr. Sabine Remdisch von der Leuphana Universität. Eine ihrer Thesen: Führungskräfte sind Schlüsselfiguren der digitalen Transformation. Sie sind diejenigen, die Innovationen in Organisationen gestalten werden. Und Innovationskraft ist in Zeiten der Digitalisierung eine wichtige Erfolgsvoraussetzung. Innovationskraft wiederum setzt schnelle, bewegliche Prozesse voraus. Ihrer Meinung nach müsse sich Design Thinking als Innovationskultur etablieren. Ein typischer Produktionsablauf würde dann so aussehen: 1. Prototyp erstellen; 2. Kunde fragen, was er davon hält; 3. Umsetzung. Design Thinking bedeute hingegen nicht, sich zwei Stunden in einem Meeting Raum einzuschließen. Es sollte Teil der Kultur sein.

Führungskompetenz bedeutet für Remdisch heute vor allem Netzwerkkompetenz. Man solle aktiv überlegen, wen man lange nicht gesprochen hat und in seiner definierten Netzwerkzeit diese Kontakte reaktivieren. Stichwort: aktives Netzwerken. Führungskompetenz im digitalen Zeitalter heißt aber auch: den Mitarbeitern vertrauen, sie eigenverantwortlich arbeiten lassen. Aber auch schnell Feedback geben, denn insbesondere die junge Generation möchte sofort Resonanz haben. So haben sie es schließlich aus sozialen Medien gelernt. Die Zurschaustellung von Hierarchie wird verschwinden:  Manager werden sich von Statussymbolen trennen. Parkplatzschild mit Namen  und Eckbüro mit Vorzimmer haben keine Zukunft. Wahrscheinlicher ist: Der Chef kommt mit dem Fahrrad ins Büro. Remdisch wirft auch die Frage auf: Was ist die neue Macht in der digitalen Welt? Ihre Antwort: Hierarchien sind es nicht mehr. Der Einfluss im Netzwerk ist die neue Macht.

 

 

 

 

Frauke von Polier von Zalando berichtet im Block #DigitalPeoplemanagement aus der Praxis und stellte sowohl Strategien als auch Umsetzungsmaßnahmen aus dem Transformationsprozess ihres Unternehmen vor. Zalando hat einen Culture Code entwickelt, bestehend aus vier zentralen Werten, die für die ganze Organisation gelten, aber von den einzelnen Abteilungen individuell gelebt werden dürfen. Eines ihrer spannenden Statements: „Kultur ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den man nicht kopieren kann.“

Bei Zalando solle jeder Mitarbeiter mitreden können. So gibt es z.B. regelmäßig ein internes Format namens zTalk: Immer freitags spricht der Vorstand über die Geschehnisse der eigenen Woche. Mitarbeiter können Fragen stellen. Auch wenn es im ersten halben Jahr zuweilen unangenehm für den Vorstand war – es wurden alle Fragen beantwortet und das Format wurde beibehalten. Fragen und der Ton der Mitarbeiter hat sich im Laufe der Zeit verändert.

Wichtig sei laut von Polier auch, dass sich jeder traut, jedem Feedback zu geben. Und, dass die Mitarbeiter einen Purpose haben. Eine wichtige Aufgabe sei es, diesen an die Oberfläche zu bringen. Warum gibt es uns eigentlich? Zalando hat Unterstützung von einer Agentur bekommen, um ein stimmiges Bild für Zalando zu entwickeln.

 

Für noch mehr Informationen lohnt ein Blick in den Veranstaltungsbericht der Personalwirtschaft.

Bildquelle: StepStone, Twitter

 

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